Startups on Stage

Unter dem Slogan „Sartups on Stage“ bietet die diesjährige Fachmesse Krankenhaustechnologie jungen Unternehmen eine Bühne für ihre innovativen Produktideen und vielversprechenden Zukunftstechnologien. Lassen Sie sich inspirieren:


Wenn Ressourcen im Haus fehlen: Nachhaltigkeit abonnieren

Alle Gesundheitseinrichtungen haben Nachhaltigkeit und hier vor allen Dingen das Thema Energieeffizienz als wichtige To-Dos auf dem Schirm. Oft fehlt es jedoch an personellen Ressourcen, um diesen wichtigen Aufgaben im Alltagsgeschäft stringent nachzukommen. Das Startup Grünkern Consulting bietet daher nicht nur Beratung in Bezug auf geeignete Maßnahmen, sondern darüber hinaus konsequente Unterstützung bei der operativen Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen – im Abomodell.

Gemeinsam mit den Technischen Leitern in den Kliniken, die ihr Haus ja in der Regel aus dem Effeff kennen und wissen, wo man ansetzen könnte und müsste, identifizieren die Nachhaltigkeitsspezialisten von Grünkern vielversprechende Maßnahmen und begleiten bei Bedarf auch bei deren Realisierung. Auf Basis geeigneter Analysen erarbeiten sie Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsleitungen und setzen die ausgewählten Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den Fachleuten vor Ort um.

Die langfristige Partnerschaft lässt Vertrauen wachsen
Das Einzigartige an diesem Abo sind zum einen die monatlich fixen Beiträge, die abhängig vom Unterstützungs-Bedarf flexibel gestaltet und jederzeit auch wieder gekündigt werden können. Dazu kommen ein kontinuierlicher Austausch und eine langfristige Begleitung, die das Geschäftsmodell ausmachen. „Unser "Sustainability as a Service-Konzept“ lässt Vertrauen wachsen, ermöglicht tiefe Einblicke in gewachsene Strukturen mit ihren Verbesserungspotenzialen und damit Agilität sowie schnelle Reaktionszeiten“, weiß Grünkern-Geschäftsführer Pius Köder. Hören Sie mehr dazu auf der diesjährigen Fachmesse Krankenhaus Technologie.


Test Kit zur Überprüfung der Reinigungsleistung von Steckbeckenspülgeräten

Ein Startup der Hochschule Hamm-Lippstadt hat ein innovatives Testkit zur Überprüfung der Reinigungsleistung von Steckbeckenspülern entwickelt.

Betreiber von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten sind gemäß § 8 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung verpflichtet, Medizinprodukte mit geeigneten, validierten Verfahren aufzubereiten und die Wirksamkeit dieser Verfahren nachvollziehbar zu dokumentieren. Die konkreten Anforderungen an die Validierung und Qualitätssicherung ergeben sich aus der gemeinsamen Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie aus der Normenreihe DIN EN ISO 15883 für Reinigungs- und Desinfektionsgeräte. Demnach ist vor Inbetriebnahme eine Erstvalidierung bestehend aus Installationsqualifikation (IQ), Betriebsqualifikation (OQ) und Leistungsqualifikation (PQ) sowie eine jährlich erneute Leistungsqualifikation im Sinne einer Requalifizierung durchzuführen, um den fortdauernden Nachweis der Prozesssicherheit zu erbringen. Die Validierung dient dem dokumentierten Nachweis, dass der Aufbereitungsprozess unter definierten Bedingungen dauerhaft reproduzierbar das vorgegebene hygienische Ergebnis erzielt und somit die Sicherheit für Patienten, Anwender und Dritte gewährleistet ist.

Ein Startup der Hochschule Hamm-Lippstadt hat hierfür ein innovatives Testkit zur Überprüfung der Reinigungsleistung von Steckbeckenspülern entwickelt. Ziel war es, eine effiziente und reproduzierbare Kontrolle der Reinigungswirksamkeit zu ermöglichen und damit zur hygienischen Sicherheit in Kliniken und Pflegeeinrichtungen beizutragen. Das Testkit beinhaltet eine DIN-konforme Prüfanschmutzung sowie eine darauf abgestimmte Nachweismethode zur Bestimmung von Restverschmutzungen. Ein zentrales Merkmal des Produktes ist die praxisgerechte Anwendung, die die Bedürfnisse der Anwenderinnen und Anwender in medizinischen Einrichtungen berücksichtigt.

Die innovative Produktidee der Gründerin Dilara Cetinkaya wurde im Rahmen eines zweijährigen Forschungsprojektes an der Hochschule Hamm-Lippstadt weiterentwickelt. Das Vorhaben wurde durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Nordrhein‑Westfalen gefördert. Im Rahmen einer landesweiten Pilotphase wurde das Testkit an rund 100 Geräten verschiedener Hersteller in neun Testeinrichtungen – darunter Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – erprobt.

Auf der Fachmesse Krankenhaus Technologie präsentiert sie ihren Testkit „CleanCheck Steckbeckenspülgerät“ und steht Interessierten für Fragen und fachlichen Austausch zur Verfügung.


KI für mehr Nachhaltigkeit: SDGs strategisch vorantreiben

Beim Thema Nachhaltigkeit, stehen die Verantwortlichen in Kliniken vor einem unüberblickbaren Wust an Aufgaben und möglichen Ansatzpunkten. Womit anfangen? Was bringt wirklich was? Zu Klarheit und Struktur verhilft hier mirasu. 

Der KI-gestützte Maßnahmenassistent nutzt erfolgreich umgesetzte Maßnahmen anderer Kliniken als Referenz und erstellt auf dieser Grundlage einen direkt im Tool umsetzbaren Nachhaltigkeitsfahrplan für seine Nutzer. „Wir möchten mit grünen Maßnahmen schwarze Zahlen schreiben“, erklärt die Gründerin der Plattform Dr. Mia Feldmann, „und so Nachhaltigkeit umsetzbar machen – trotz oder gerade wegen der angespannten Situation vieler Häuser.“

Aus diffusen Zielen konkrete Maßnahmen machen
Die KI identifiziert auf Grundlage von Unternehmensangaben sinnvolle Maßnahmen und erstellt einen Fahrplan für deren möglichst effektive Umsetzung. Reporting gehört ebenso zu den Funktionen des Tools wie die Sichtbarmachung der Wirkung angedachter und umgesetzter Projekte. Für jede Maßnahme wird ein einfacher ROI berechnet: Investition, jährliche CO2-Einsparungen und Payback-Zeitraum. So erhalten Nachhaltigkeitsmaßnahmen eine belastbare Grundlage für Geschäftsführung und Controlling. Aus diffusen Zielen werden auf diese Weise konkrete Maßnahmen. Das System zeigt auf einen Blick, den erforderlichen Umfang einer Maßnahme, die Dauer der Umsetzung, die benötigen Rollen und Schritte sowie nutzbare Fördermittel. Von seinen Nutzern fragt mirasu dazu nur ab, was wirklich gebraucht wird: Standorte, Verbräuche, grobe Energiepreise und verfügbare Ressourcen. 

Ins Tun kommen
Jedes Krankenhaus würde gerne nachhaltig agieren.  Um trotz schwieriger Rahmenbedingungen ins Tun zu kommen – dafür wurde mirasu entwickelt. Mit Hilfe dieser Plattform können auch Kliniken bei der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der vereinten Nationen „on track“ sein.        


RoboFinder bringt Transparenz in den Markt für Servicerobotik

Der Markt für Servicerobotik wächst rasant und wird mit jedem neuen Anbieter unübersichtlicher. Für Unternehmen und insbesondere Einrichtungen im Gesundheitswesen werden Investitionsentscheidungen in diese vielversprechende Schlüsseltechnologie dadurch zunehmend komplex. Das Startup RoboFinder unterstützt Organisationen dabei, schneller und fundierter den passenden Roboter für ihre Anforderungen zu finden.

Viele Gesundheitseinrichtungen stehen – wenn überhaupt – erst am Anfang einer Entwicklung, die angesichts von Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen an Effizienz und Qualität kaum aufzuhalten ist: der Automatisierung personalintensiver Unterstützungsprozesse. Gleichzeitig sind Serviceroboter technisch komplex und für Anwender nur schwer vergleichbar. Gerade im Gesundheitswesen müssen autonome Systeme besonders hohe Anforderungen erfüllen – etwa bei Reinigungs-, Transport- oder Assistenzaufgaben in Pflege, Logistik oder Infrastruktur.

Anwender Hersteller und Integratoren zusammenbringen
RoboFinder, eine unabhängige Entscheidungs- und Vermittlungsplattform für professionelle Servicerobotik, bringt in diesem dynamisch wachsenden Markt Anwender, Hersteller und Integratoren zusammen. Gegründet von Brian Engels unterstützt die Plattform Organisationen dabei, geeignete Robotiklösungen schneller zu identifizieren, Anbieter strukturiert zu vergleichen und fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Damit schafft RoboFinder erstmals strukturierte Markttransparenz in einem bislang stark fragmentierten Robotikmarkt. 

Vergleichsdatenbank und Beratung
Kern des Angebots ist eine strukturierte Vergleichsdatenbank für professionelle Serviceroboter. Interessenten können dort abhängig von ihren Anforderungen nach geeigneten Systemen filtern und passende Lösungen identifizieren. Ergänzend bietet RoboFinder Beratung und Unterstützung bei der Auswahl sowie bei der Einführung entsprechender Robotiksysteme.

Die Grundlage dafür bildet ein kontinuierlicher Austausch mit Herstellern, Integratoren und auf Automatisierung spezialisierten Fachplanern. Perspektivisch sollen auch Erfahrungen aus realisierten Projekten in die Plattform einfließen, um Entscheidungsprozesse für Anwender weiter zu vereinfachen und Investitionsrisiken zu reduzieren.

Langfristig verfolgt RoboFinder das Ziel, sich als zentrale Entscheidungs- und Vermittlungsplattform für professionelle Servicerobotik zu etablieren – und Organisationen den Zugang zu dieser Schlüsseltechnologie deutlich einfacher, transparenter und investitionssicher zu machen. Mehr dazu präsentiert RoboFinder auf der diesjährigen Fachmesse Krankenhaus Technologie.    


Autonomer Brandschutz: Brandfrüherkennung 4.0

Das Startup Warden Robotics tritt an, die Brandfrüherkennung zu revolutionieren. Herzstück der neuen Technologie sind KI-gesteuerte Sensoren, die Anomalien wie (Schwel-)Brände sehr schnell und früh erkennen. Damit kann die Brandbekämpfung eingeleitet werden, bevor es zum Durchzünden kommt.

Das durch eine speziell trainierte künstliche Intelligenz gesteuerte Erkennungsmodul des Start-Ups wurde zunächst für eine schnelle Entdeckung von Schwelbränden in Recyclinghöfen – vor allem auch außerhalb der Betriebszeit – entwickelt. Hier überfliegt die Sensorik mit Drohnen ihren Einsatzort, um entstehende Brände schnell zu erkennen und zu lokalisieren. Später sollen auch Bodenroboter dazukommen, die das sofortige Löschen ermöglichen.

Viele mögliche Einsatzgebiete
Das Erkennungsmodul könne aber auch stationär sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich die Brandfrüherkennung optimieren, erklärt Lukas Bartenstein. Im Gründer-Viergespann steuert er mit Lucas Dehmel zusammen die komplette Technik, Business bzw. Verkauf machen Konstantin von Haugwitz und Hans-Jörg Göschl. Die Studierenden des Studiengangs Digital Technologies der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und TU Claustahl erhielten ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) zur Unterstützung technologieorientierter und wissensbasierter Start-ups aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Auf der Fachmesse Krankenhaustechnologie möchten die jungen Unternehmer im Dialog mit den Teilnehmenden ausloten, inwieweit ihre KI-gesteuerten Branddetektoren auch im Krankenhaus – zum Beispiel zur Überwachung von Wertstoffhöfen, Lagern, in Technikräumen, an Schaltschränken oder anderen sensiblen Bereichen eingesetzt werden können.