Workshops 2026

Mittwoch, 30. September 2026

 

9:00 bis 9:45 Uhr

(1) Türen im Gesundheitswesen – robust und sicher

FKT-Arbeitskreis Türen im Gesundheitswesen

Unter dem Motto „Weil Gesundheit die besten Türen braucht“ beleuchtet der FKT-Arbeitskreis „Türen im Gesundheitswesen“ Anforderungen und Qualitätsmerkmale, die Türen im Gesundheitswesen zu den robusten und sicheren Ausstattungsgegenständen machen, die dieser sensible Einsatzort fordert. Egal, ob Badezimmertür, Patientenzimmer- oder Flurtür – der Teufel liegt im Detail.


9:00 bis 9:45 Uhr

(2) Elektrisch sicher in allen medizinisch genutzten Bereichen  - die DIN VDE V 0100-710-1: 2025-10

Ralf Gudelius, Bender GmbH

In der neuen DIN VDE V 0100-710-1: 2025-10 sind die Schutzziele und der grundsätzliche Aufbau von Stromversorgungen im medizinischen Bereich beschrieben. Wesentliche Ziele sind die Vermeidung eines Totalausfalls der Stromversorgung sowie der Schutz des Patienten und des medizinischen Personals vor gefährlichen Berührungsspannungen nach Auftreten eines ersten Fehlers sowie die unmittelbare Information der Zuständigen über kritische Anlagenzustände. Der Workshop widmet sich der Frage: Wie errichten wir eine sichere, zuverlässige und effiziente Stromversorgung in medizinischen Bereichen und damit insbesondere folgenden Aspekten:

  • Relevante Gesetze, Vorschriften und Normen
  • Schutzziele der neuen DIN VDE 0110-710-1:2025-10
  • Änderungen der Norm von 2012 zu 2025
  • Medizinische IT-Systeme errichten und prüfen
  • Anforderungen zum Funktionserhalt im Brandfall
  • Anforderungen zu einer batteriegestützten zentralen Stromversorgung für Sicherheitszwecke
  • Anlagensanierung/Retrofit – was gibt es zu beachten

9:00 bis 9:45 Uhr

(3) Wasserversorgung im Krankenhaus – Vorbereitet auf den Ernstfall NOWATER

Referent N.N., Veolia Water Technologies Deutschland GmbH/NOWATER

1. Für wen gelten die KRITIS-Anforderungen und welche Notsituationen werden betrachtet

2. Was bedeutet das für IT-, Elektro-, Wasserstrukturen?

3. Welcher gravierende Unterschied besteht in den Ressourcen Energieversorgung und Wasserversorgung?

 "Worldcafe“:

  • Welche Vertragspartner für den Bereich Wasserversorgung gibt es in der Sache?
  • Welche Schadensereignisse wurden schon erlebt?
  • Welche Planungen gibt es konkret? Auswertung/Diskussion'
  • Was ist zu tun?
  • Wie ist es zu tun?
  • Wann sind sie bereit? Wann ist es abgeschlossen?

15:00 bis 15:45 Uhr

(4) TV-Systeme im Krankenhaus – Herausforderungen meistern, Lösungen gestalten 

Referent N.N., Netopsie Technologies GmbH

Technische Leiter in Krankenhäusern stehen beim Betrieb und der Weiterentwicklung ihrer TV-Infrastruktur vor vielschichtigen Herausforderungen: veraltete Bestandsgeräte, anstehende Technologiewechsel, heterogene Systemlandschaften und der stetige Druck, wirtschaftlich effizient zu handeln, ohne dabei Qualität und Betriebssicherheit zu gefährden. Dieser Workshop bietet Technischen Leitern einen praxisnahen Rahmen, um genau diese Themen offen und auf Augenhöhe zu diskutieren. Anhand konkreter Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden erarbeiten wir gemeinsam strukturierte Lösungsansätze: Wann lohnt sich die Übernahme bestehender Geräte? Welche Kriterien entscheiden bei einem Technologiewechsel? Und wie lassen sich innovative Lösungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen? Ein zentrales Element des Workshops ist der kollegiale Austausch: Viele Häuser kämpfen mit denselben Problemen – dieses Wissen soll genutzt werden. Die Veranstalter bringen dabei technische Expertise und Markterfahrung ein, ohne vorgefertigte Antworten zu liefern. Im Mittelpunkt stehen die Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden und das Aufzeigen von Optionen für ein "selbstfinanzierendes Entertainment". Das Ergebnis: konkrete Handlungsoptionen, neue Perspektiven und ein belastbares Netzwerk unter Fachkollegen.


15:00 bis 15:45 Uhr

(5) Dekarbonisierung durch Effizienzsteigerung in der Energierückgewinnung mit dem digitalen Zwilling

Thomas Witthoff, Convecta GmbH

Praxisbeispiele aus Krankenhäusern


17:00 bis 17.45 Uhr

(6) Datenbasierte Prozess- und Energieoptimierung im Krankenhaus – von isolierten Systemen zu steuerbaren Entscheidungen 

Referent N.N., PLS Management GmbH

Krankenhäuser stehen zunehmend vor der Herausforderung, technische Anlagen, IT-Systeme und klinische Prozesse gleichzeitig effizient, resilient und wirtschaftlich zu betreiben. Energieverbräuche, Betriebszustände und Prozessdaten liegen heute zwar in großer Menge vor, sind jedoch häufig fragmentiert, schwer vergleichbar und kaum entscheidungsrelevant aufbereitet. Der Workshop beleuchtet, wie durch die systematische Zusammenführung technischer, energetischer und prozessbezogener Daten neue Transparenz entsteht und welche Voraussetzungen notwendig sind, um aus Rohdaten belastbare Entscheidungsgrundlagen abzuleiten. Anhand typischer Krankenhausstrukturen werden zentrale Fragestellungen diskutiert:

  • Wie lassen sich technische Anlagen, IT-Systeme und organisatorische Prozesse sinnvoll verknüpfen?
  • Welche Datenqualität ist erforderlich, um Steuerungs- und Optimierungspotenziale realistisch zu bewerten?
  • Und wie können Krankenhäuser schrittweise von reaktiven Betriebsweisen zu datenbasierten, vorausschauenden Entscheidungen gelangen?

Der Fokus liegt auf methodischen Ansätzen, Architekturprinzipien und praxisnahen Erfahrungen aus dem Krankenhausumfeld. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis für Chancen, Grenzen und konkrete Umsetzungspfade datenbasierter Prozess- und Energieoptimierung zu vermitteln – unabhängig von Herstellern oder spezifischen Produkten.


17:00 bis 17.45 Uhr

(7) Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) - Herausforderungen und Lösungsansätze

Referent N.N., Normec Hybeta GmbH

Die Planung einer AEMP ist grundsätzliche eine Herausforderung. Neben den rein technischen Themen geht es immer auch um folgende Fragen:

  • Bauliche Trennung - aber wo?
  • Raumkonzept und Wegeführung?
  • Lüftung, aber wie?

Und wenn die AEMP fertiggestellt ist? Dann ist klar, ich muss die Prozesse validieren. Aber was ist mit der Kontrolle der Umgebung?

In diesem Workshop geht es um konkrete Fragestellungen aus der langjährigen Erfahrung bei der hygienischen Beratung und Bewertung von AEMP. Hierzu werden mögliche Lösungen unter Bezug zu den fachlichen Hintergründen vorgestellt und kurz erläutert.


18:00 bis 18:45 Uhr

(8) Erst Strategie, dann Stein - Erfolgsfaktor Projektauftakt im Krankenhausbau 

Fred Andree, Geschäftsführer ENDERA-Gruppe, und Sabine Bommel, Prokuristin ENDERA Managementberatung, Leitung Baubereich

Krankenhausreform trifft Baupraxis: Wie gelingt der Projektstart für komplexe Klinikbauvorhaben, ohne dass entscheidende Vorarbeiten erst mit dem Baustart beginnen? Im Workshop entwickeln die Teilnehmenden anhand eines fiktiven, aber realitätsnahen Fallbeispiels einen Projektfahrplan vom strategischen Auftakt bis zur Inbetriebnahme – inklusive der häufig übersehenen vorgelagerten Prozesse.

Gemeinsam strukturieren wir die notwendigen Bausteine: Medizinstrategie und Leistungsgruppen-Logik, Betriebsorganisation/BO-Planung, Raum- und Funktionsprogramm, Nachnutzungskonzept(e), Fördermittel- und Genehmigungsmeilensteine, Projektorganisation und Gremien, Vergabe- und Finanzierungsstrategie sowie Schnittstellen zu Bauleitplanung und Gutachten. Daraus entsteht ein ganzheitlicher Kommunikations- und Entscheidungsplan: Wer muss wann beteiligt werden, welche Ergebnisse sind wofür Voraussetzung, und welche Meilensteine sichern Termine, Kosten und Qualität.

Ergebnis: ein übertragbarer „Projektfahrplan“ als Startpunkt für das eigene Vorhaben.


18:00 bis 18:45 Uhr

(9) Vom Verbrauch zur Wirkung! Wie Energiedaten Entscheidungen im Krankenhaus verbessern

Referent N.N., KBR Energy Management GmbH

Steigende Energiepreise, knappe Budgets und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen stellen den Krankenhausbetrieb vor eine neue Realität: Energieeffizienz ist kein reines Technikthema mehr, sondern ein Managementthema. Der Vortrag zeigt, wie Krankenhäuser mit einem modernen Energie- und Datenmanagementsystem aus reinen Verbrauchsdaten konkrete Handlungsentscheidungen ableiten. Von der Identifikation versteckter Einsparpotenziale über die Bewertung von Investitionen bis hin zur transparenten CO₂-Bilanzierung.

Anhand realer Praxisbeispiele aus dem Klinikbetrieb wird demonstriert, wie Transparenz über Verbräuche entsteht, wie technische und organisatorische Optimierungen gezielt priorisiert werden können, und wie sich Energie-, Kosten- und Nachhaltigkeitsziele erstmals auf einer gemeinsamen Datenbasis steuern lassen.

Im Mittelpunkt steht nicht die Technik selbst, sondern der konkrete Mehrwert für Betreiber, technische Leitung und Controlling. Gleichzeitig geht es darum zu erkennen, an welchen Stellen Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind.

Der Vortrag richtet sich an alle, die im Krankenhaus Verantwortung für Energie, Betriebssicherheit, Investitionen und Nachhaltigkeit tragen und aus Daten endlich Wirkung machen wollen.


18:00 bis 18:45 Uhr

(10) Von der Geräteverwaltung zur Smart Hospital Plattform: Die Rolle des CAFM

Referent N.N., HSD Händschke Software und Datentechnik GmbH

CAFM entwickelt sich vom digitalen Karteisystem zur zentralen Smart Hospital Plattform. Es verknüpft Geräte-, Prozess- und Echtzeitdaten, integriert IoT, Predictive Maintenance und digitale Zwillinge. So entstehen automatisierte Abläufe, mehr Effizienz, Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit. CAFM wird zum Prozessmotor und Enabler für Innovation, KI und ein autonom lernendes Krankenhaus.

Ein modernes KI gestütztes CAFM bietet im Alltag neue Möglichkeiten, die den Dokumentationsprozess wesentlich beschleunigen. Welche Möglichkeiten gibt es bereits, KI in diesem Umfeld zu nutzen und wie kann das konkret aussehen?  

Daten bilden die zentrale Grundlage für eine rechtssichere, effiziente und zukunftsorientierte Instandhaltung im Krankenhaus. Wer über vollständige, aktuelle und vernetzte Daten verfügt, behält die Kontrolle über Geräte, Prozesse und Verantwortlichkeiten. Eine konsistente Datenbasis ist dabei entscheidend. Wie unterstützt ein CAFM bei der Umsetzung der neuen KRITIS Gesetzeslage in Deutschland? Auch die Anforderungen der novellierten Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) sowie der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) sind Herausforderungen. Regelwerke verlangen eine umfassende Nachverfolgbarkeit, Dokumentation und Risikobewertung über den gesamten Lebenszyklus. Neben Geräten und Anlagen bekommt künftig dadurch auch die Software-Instandhaltung wesentlich mehr Bedeutung. Medizinische Software – ob als eigenständiges Produkt oder Bestandteil eines Geräts – gilt nun ausdrücklich als instandhaltungspflichtig. Das umfasst regelmäßige Updates, Patches und Funktionsprüfungen, um IT-Sicherheit, Funktionsfähigkeit und Compliance sicherzustellen. Damit wird Softwarepflege zu einem festen Bestandteil der Betreiberpflichten und muss entsprechend geplant, dokumentiert und nachweisbar umgesetzt werden. Digitale Systeme wie CAFM unterstützen diese Anforderungen, indem sie Softwarestände, Updatezyklen, Prüfprotokolle und Freigabeprozesse zentral erfassen und verwalten. So entsteht eine ganzheitliche Sicht auf Hard- und Software, die rechtssichere Instandhaltung, Patientensicherheit und Betriebsstabilität gewährleistet.

Fazit: Datenhoheit bedeutet nicht nur Kontrolle und Effizienz, sondern ist auch die Grundlage für regulatorische Sicherheit, inklusive der neuen Anforderungen zur Software-Instandhaltung. Sie ist damit ein Schlüssel für Compliance, Innovationsfähigkeit und nachhaltiges Instandhaltungsmanagement im modernen Krankenhausbetrieb.


Donnerstag, 1. Oktober 2026

 

9:00 bis 9:45 Uhr

(11) Beirat Technik im Gesundheitswesen – Schnittstelle zwischen Entwicklung und Anwendung

Referent N.N.

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht der Beirat Technik im Gesundheitswesen der FKT: Wir möchten transparent darstellen, welche Aufgaben und Funktionen der Beirat übernimmt und welche Hintergründe sowie Zielsetzungen mit dieser Arbeit verbunden sind. Darüber hinaus informieren wir über die aktuelle Besetzung des Beirats, die jeweiligen Tätigkeitsfelder sowie über Möglichkeiten der Unterstützung und Mitwirkung.

Uns ist es ein großes Anliegen, immer wieder neue Impulse zu ermöglichen und interessierte Fördermitglieder für eine aktive Mitarbeit zu begeistern. Nicht immer sollen dieselben Personen Verantwortung übernehmen – vielmehr möchten wir engagierten Mitgliedern die Gelegenheit geben, sich einzubringen und die Arbeit des Beirats mitzugestalten. Neben inhaltlichen Einblicken werden wir auch einige Impressionen unserer bisherigen Aktivitäten vorstellen.


9:00 bis 9:45 Uhr

(12) Kanalsanierung - minimalinvasiv im laufenden Klinikbetrieb

Marvin Franzes, P&N Kanaltechnik GmbH

Bei vielen Bestandsgebäuden des Gesundheitswesens haben die verbauten Abwassersysteme ihre technische Lebensdauer erreicht. Finanzielle Mittel zur Instandhaltung fehlen. Im Webinar wird ein effizientes, grabenloses, gewissermaßen endoskopisches Sanierungsverfahren beschreiben.


10:00 – 10:45 Uhr

(13) Das KRITIS-Dachgesetz: Resilient werden!

Gerhard Link, Leiter des Projekts Sicherheit im Gesundheitswesen und Sicherheitsberater

Das KRITIS-Dachgesetz schafft erstmals einen übergreifenden Rahmen für den physischen Schutz und die Widerstandsfähigkeit zentraler Versorgungsstrukturen: von Energie und Wasser über Transport bis hin zu Gesundheitseinrichtungen. Für Betreiber bedeutet das künftig vor allem:

  • systematische Risiko- und Gefährdungsanalysen
  • Resilienz- und Notfallkonzepte
  • stärkere Anforderungen an physische Sicherheitsmaßnahmen
  • mehr Dokumentations- und Nachweispflichten

Was ist nun konkret zu tun?


10:00 bis 10:45 Uhr

(14) Betreiberpflichten im Technischen Klinikmanagement: Einfach machen!

Johannes Stiertorfer, igh real estate consulting GmbH

Die Rolle des Technischen Leiters einer Klinik gleicht einem permanenten Balanceakt: Zwischen Personalführung, Managementverantwortung und dem operativen Tagesgeschäft liegt die Verantwortung für einen sicheren, stabilen und rechtskonformen Betrieb hochkomplexer technischer Infrastrukturen. Der Arbeitsalltag ist geprägt von hoher Taktung und einer stetig wachsenden Aufgabenvielfalt. Neue Werkzeuge und Methoden versprechen Entlastung, treffen im Klinikalltag jedoch auf Strukturen, die aufgrund jahrzehntelanger Unterinvestitionen häufig nicht kompatibel sind. Im Gesundheitswesen gelten eigene Spielregeln: begrenzte Budgets, komplexe Entscheidungswege und ein Betrieb, der keinen Stillstand erlaubt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie technische Führungskräfte nachhaltig ihrer Betreiberverantwortung gerecht werden können. Aus persönlicher Erfahrung steht fest, dass sich diese komplexe Thematik nicht „on top“ bewältigen lässt. Rechtskonformität entsteht auch nicht durch abstrakte Programme, sondern durch die gezielte fachliche und systematische Stärkung von Ressourcen an den entscheidenden Positionen. Gemeinsam mit einem Softwarehersteller implementieren wir ein individualisiertes Rechtskataster, in dem sämtliche Vorschriften von Sachverständigen laufend aktualisiert und in konkrete technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen überführt werden. Wir übernehmen die Analyse, Strukturierung und Integration und unterstützen aktiv bei der Dokumentation. Das Ergebnis ist kein theoretisches Zielbild, sondern eine spürbare Entlastung bei gleichzeitiger Maximierung der Betriebssicherheit.


10:00 bis 10:45 Uhr

(15) Parkraummanagement - Smart parken im Krankenhaus der Zukunft

Referent N.N., Wemolo GmbH

Parkraummanagement ist ein oft unterschätzter, aber zentraler Baustein im Krankenhaus. Der erste und letzte Kontakt vieler Patient:innen, Besuchenden und Mitarbeitenden findet auf dem Parkplatz statt. Reibungslose Abläufe prägen damit den gesamten Aufenthalt. Klassische Parksysteme mit Schranken, Tickets oder manuellen Kontrollen stoßen in Zeiten ambulanter Versorgung, flexibler Arbeitsmodelle und wachsender Mobilitätsvielfalt zunehmend an ihre Grenzen. Gleichzeitig verschärfen wirtschaftlicher Druck und steigende Betriebskosten den Handlungsbedarf. Im interaktiven Workshop „Smart Parken im Krankenhaus der Zukunft“ setzen wir genau hier an: Gemeinsam erarbeiten wir, welche Rolle Parkraummanagement im Krankenhaus spielt, welche Herausforderungen unterschiedliche Nutzergruppen mit sich bringen, und wie digitale Free-Flow-Systeme Prozesse nutzerfreundlich und effizient gestalten können. Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse für datenbasierte Entscheidungen, erfahren, wie Parkflächen optimal gesteuert werden und welchen Mehrwert dies für Personal, Patient:innen und Betrieb bietet. Anhand konkreter Beispiele zeigen wir, wie Rettungswege freigehalten, der administrative Aufwand reduziert und Parkraum als potenzielle Einnahmequelle genutzt werden kann. Der Workshop bietet Raum für Diskussion und Erfahrungsaustausch, um Parkraummanagement als strategischen Hebel für Effizienz, Nutzerzufriedenheit und Nachhaltigkeit zu verstehen.


13:00 bis 13:45 Uhr

(16) Modulbau im Gesundheitswesen – Krankenhäuser strategisch fundiert und zukunftsfähig gestalten

Sebastian Schmid, Geschäftsführer ADK Modulraum GmbH

Krankenhäuser stehen unter erheblichem Veränderungs- und Investitionsdruck: medizinische Weiterentwicklungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und laufender Betrieb lassen wenig Spielraum für lange Bauzeiten oder unklare Risiken. Gleichzeitig müssen Bauprojekte heute medizinisch funktionieren, wirtschaftlich tragfähig sein und den Klinikalltag möglichst unbeeinträchtigt lassen.

Wie modulare Baukonzepte strategisch eingesetzt werden können, um genau diese Anforderungen zu erfüllen, zeigt dieser Workshop. Wir stellen die Prozesse vor – von der Planung und Vorfertigung bis zur Montage und Übergabe – und zeigen, wie durch klare Strukturen, hohen Vorfertigungsgrad und präzise Abstimmung mit dem Klinikbetrieb wirtschaftlich steuerbare und terminsichere Projekte entstehen.

Der Workshop beleuchtet, wann Modulbau im Gesundheitswesen wirklich sinnvoll ist und welche Kriterien eine belastbare Entscheidungsgrundlage schaffen. Wir sprechen über Planungs- und Kostensicherheit, Bauzeitverkürzung, Risikominimierung im laufenden Betrieb sowie über organisatorische Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Anhand ausgewählter Praxisprojekte aus dem Krankenhausbau geben wir Einblicke in konkrete Umsetzungen und übertragbare Erkenntnisse. Der Workshop richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider, die belastbare Grundlagen für Investitionsentscheidungen suchen und Krankenhausbau nicht nur schneller, sondern strategisch fundiert und zukunftsfähig gestalten wollen.


13:00 bis 13:45 Uhr

(17) Sektorenkopplung im Krankenhaus: Strategische Integration von BHKW, Wärmepumpen in Verbindung mit Erneuerbaren Energien

Carsten Scheyko, Elevion Energy Solutions GmbH und Christoph Hörst, 2G Energy AG

Die Energiewende im Gesundheitswesen steht vor einer doppelten Herausforderung: der strikten Einhaltung von Klimazielen bei gleichzeitigem Erhalt höchster Versorgungssicherheit im Rahmen von KRITIS. Krankenhäuser sind aufgrund ihres kontinuierlichen Bedarfs an Strom, Wärme und Kälte prädestiniert für hocheffiziente Energielösungen. Dieser Workshop widmet sich der systemischen Kombination von Blockheizkraftwerken, industriellen Wärmepumpen und Photovoltaik.

Im Zentrum steht das Zusammenspiel der Technologien: Während BHKW-Anlagen als grundlastfähiges Rückgrat fungieren, heben Wärmepumpen die Effizienzpotenziale durch die Nutzung von Abwärme oder Umweltenergie. Die Teilnehmer erfahren, wie sie die Zukunftsfähigkeit entsprechender Investition sichern und wie durch kluge Finanzierungs- und Betriebsmodelle (z. B. Contracting) sowie durch die Optimierung der Bestandsanlagen Einsparpotentiale realisiert werden.

Ziel des Workshops ist es, Technischen Leitern und kaufmännischen Entscheidern einen praxisnahen Fahrplan zur Dekarbonisierung ihrer Liegenschaft aufzuzeigen, der maximale Autarkie mit Kostenoptimierung vereint.